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			<title>Hilfswerk</title>
			<link>https://www.hilfswerk.at/</link>
		 <description></description> <language>de-AT</language> <copyright>Hilfswerk</copyright>
		<pubDate> Fri, 24 Apr 2026 15:39:16 +0200 </pubDate>
		 <lastBuildDate> Fri, 24 Apr 2026 15:39:16 +0200 </lastBuildDate> <atom:link href="/faktencheck-pflege?type=9818" rel="self" type="application/rss+xml" /> <generator>TYPO3 EXT:news</generator> <item> <guid isPermaLink="false">news-2177</guid>
				<pubDate> Fri, 04 Nov 2022 10:41:00 +0100 </pubDate>
				<title>Pflegereform: Personaloffensive darf jetzt nicht scheitern!</title>
				<link> https://www.hilfswerk.at/oesterreich/artikel-detail/news/pflegereform-personaloffensive-darf-jetzt-nicht-scheitern/ </link>
			 <description>Hilfswerk warnt vor gefährlichen Stolpersteinen: zu wenig Praxisanleiter/innen und Praktikumsplätze für Auszubildende in Österreich, schwerwiegende Hürden bei der Anerkennung von Fachkräften aus Drittstaaten.</description> <enclosure url="https://www.hilfswerk.at/fileadmin/user_upload/Betreuung_Indoor_kleineWEB_042.jpg" length="283121" type="image/jpeg" /> <content:encoded> <![CDATA[
					<p>„Mit dem <strong>Personalpaket</strong> nimmt die Bundesregierung die erste wichtige Etappe der Pflegereform in Angriff. Sie verbreitert das Ausbildungsangebot, sieht die finanzielle Unterstützung aller Auszubildenden einschließlich der Berufsumsteiger/innen vor und hat auch Maßnahmen im Bereich der Rot-WeißRot-Card mit Blick auf Pflegekräfte aus dem Ausland gesetzt. Das begrüßen wir sehr. Jetzt geht es darum, <strong>gravierende</strong> <strong>Stolpersteine </strong>aus dem Weg zu räumen, die den Erfolg einer Personaloffensive gefährden könnten“, warnt <strong>Othmar Karas</strong>, Präsident des <strong>Hilfswerk Österreich</strong>.</p>
					<p><strong>Stolpersteine in der Ausbildung: zu wenig Praktikumsplätze und Praxisanleiter/innen</strong></p>
					<p>Die <strong>Ausbildung von Pflege- und Betreuungskräften</strong> in allen Berufsgruppen (DGKP, Pflege(fach)assistent/innen, Heimhilfen) erfolgt zu <strong>einem Drittel bis zur Hälfte der Curricula in Form von Praktika</strong>. Allein in den Landesverbänden des Hilfswerks betreuen aktuell 608 Praxisanleiter/innen 1.360 Praktikant/innen jährlich. <strong>Bereits in den letzten Jahren</strong> sind die <strong>quantitativen und qualitativen Anforderungen</strong> an die Praktikumsbetriebe laufend <strong>gestiegen</strong>.</p>
					<ul>
						<li>Die Wissens- und Kompetenzvermittlung in der Praxis hat sich in den vergangenen Jahren professionalisiert und bedarf je nach Berufsbild spezifischer Herangehensweisen. Das erhöht auch die Anforderungen an die Praxisanleiter/innen. Dem stehen <strong>zu wenige, </strong>tw.<strong> praxisferne und zu teure Weiterbildungsangebote für Anleiter/innen </strong>gegenüber (Kurskosten zw. 3.000 und 4.000 Euro).</li>
						<li>Wenn die <strong>Ausbildungsoffensive</strong> greift, werden aus den bestehenden Ausbildungsstätten signifikant mehr Praktikantinnen und Praktikanten zu erwarten sein. Darüber hinaus werden die neuen Ausbildungsangebote im Bereich der Berufsbildenden Schulen – hier ist von 8.000 Ausbildungsplätzen die Rede – und in der Lehre, aber auch aus dem Titel des Stipendiums des AMS für Umsteiger/innen ein Plus an Bewerber/innen bringen. Diese zusätzlichen Kapazitäten müssen geplant, werden, damit es nicht zu <strong>Engpässen bei den Praktikumsplätzen</strong> kommt.</li>
						<li>In Österreich gibt es keine Datengrundlage zu Anzahl und Art der verfügbaren Praktikumsplätze sowie zur Entwicklung des Bedarfs an Praxisanleiter/innen. <strong>Politik und Ausbildungsbetrieben fehlt somit eine seriöse Planungsbasis</strong>. Praktikant/innen wiederum vermissen Vergleichsoptionen und ein Vermittlungsservice, weil systematisches „Matching“ zwischen Auszubildendem/r und Ausbildungsbetrieb kaum möglich ist.</li>
						 </ul>
					<p>&nbsp;</p>
					<p>"<strong>Verfügbarkeit </strong>und <strong>Zugänglichkeit geeigneter Praktikumsplätze</strong> sind <strong>unabdingbar </strong>für die Umsetzung der Ausbildungsoffensive. Die Qualität der Praktika ist ausschlaggebend, ob bzw. mit welcher Motivation Auszubildende die Ausbildung abschließen und in den Pflegeberuf einsteigen“, erläutert <strong>Elisabeth Anselm</strong>, Geschäftsführerin des Hilfswerk Österreich.&nbsp;Ein entscheidender Qualitätsfaktor sind die Praxisanleiter/innen. Bei deren Ausbildung besteht aus Sicht des Hilfswerks Handlungsbedarf. Insbesondere sollen die<strong> Übernahme der Kosten</strong> für die <strong>Weiterbildung</strong> und die <strong>betriebliche Freistellung</strong> der Praxisanleiter/innen, die <strong>Absicherung von (Zeit-) Ressourcen für die Praxisanleitung </strong>und eine <strong>praxisorientierte Anpassung des Weiterbildungsregimes </strong>umgesetzt werden. Weiters braucht es die rasche Etablierung eines nationalen und regionalen <strong>Monitorings</strong>, das Personalbedarf, Ausbildungsstätten und Praktikumsplätze, Absolventinnen und Absolventen sowie Praktikumsanleiter/innen erfasst und als Datenbank zugänglich macht.</p>
					<p>Darüber hinaus sollen nach Schweizer Vorbild <strong>Lehrwerkstätten</strong> als so genannte „Dritte Lernorte“ etabliert und so mehr Praktikumsplätze geschaffen werden. Theorie und Praxis könnten dort in „geschütztem Rahmen“ – etwa für Auszubildende unter 17 Jahren, die von den Schulen oder aus der Lehrausbildung kommen – verbunden werden.&nbsp;Die <strong>Finanzierung der Praktikumsplätze</strong> könnte sich ebenfalls am Schweizer Modell orientieren. „Eine explizite Praktikumsplatzfinanzierung sichert nicht nur die notwendigen <strong>Ressourcen für eine qualitätvolle Praktikumsanleitung </strong>ab, sondern sorgt auch für mehr <strong>Klarheit, </strong>was den<strong> Leistungsumfang der Praxisanleitung</strong> betrifft, und entschärft Konflikte zwischen dem Erbringen von Pflegedienstleistungen und der Anleitung von Auszubildenden“, meint Anselm. Auch Hilfswerk-Präsident Karas fordert die nachhaltige Auflösung des jahrelangen Problemstaus: „Eine würdevolle Pflege braucht ordentliche Daten und Planungsgrundlagen, intelligente Steuerung und Kooperation sowie ausreichend Ressourcen und Personal.“</p>
					<p><strong>Stolpersteine bei der Anwerbung ausländischer Pflegefachkräfte</strong></p>
					<p>Um dem Personalengpass in der Pflege entgegenzuwirken, setzen Staaten wie Deutschland, Schweiz und Großbritannien auf gezielte <strong>Strategien</strong>, die <strong>Pflegekräften aus dem Ausland</strong> den Weg ins heimische Pflegesystem ebnen sollen, insbesondere auch Interessierten aus <strong>Drittstaaten</strong>. Allein Deutschland gewann auf diese Weise seit 2017 zwischen 30.000 und 33.000 Pflegekräfte pro Jahr. In Österreich scheitert eine derart strategische Herangehensweise an Diskrepanzen zwischen dem Regime der Rot-Weiß-Rot-Card und dem Berufsrecht sowie an der langwierigen und teuren Nostrifikation ausländischer Ausbildungen:</p>
					<ul>
						<li>Pflegeberufe gelten hierzulande als Mangelberufe, für ihre Ausübung kann eine <strong>Rot-Weiß-Rot-Card</strong> beantragt werden. Außerdem gehören sie zu den <strong>reglementierten Berufen. </strong>Bewerber/innen aus Drittstaaten müssen für die Anerkennung ihrer Ausbildung einen aufwändigen, langwierigen und oft teuren Nostrifikationsprozess durchlaufen (detaillierte Prüfung, ob die Ausbildung hiesigen Anforderungen entspricht oder ergänzende Ausbildungsmaßnahmen notwendig sind).</li>
						<li>Erst nach erfolgter Nostrifikation ist die Eintragung ins<strong> Berufsregister</strong> möglich, welche die Tätigkeit im erlernten Beruf erlaubt. Aufgrund einer COVID-Sonderregelung ist noch bis 31. 12. 2023 eine <strong>befristete Berufsausübung</strong> <strong>im erlernten Beruf</strong> bereits während der Nostrifikation, also <strong>vor</strong> Eintrag ins Berufsregister möglich. Ohne Eintrag können Betroffene jedoch <strong>keine Rot-Weiß-Rot-Card</strong> erwerben. Eine <strong>befristete</strong> <strong>Berufsausbildung UNTER dem erlangten Ausbildungsniveau</strong> (PA statt PFA, PFA statt DGKP) darf ins Berufsregister eingetragen werden und ermöglicht den Erwerb der RWR-Card. Pflegeassistent/innen steht diese Möglichkeit jedoch nicht offen, da keine Tätigkeit unter diesem Ausbildungsniveau definiert ist.</li>
						 </ul>
					<p>&nbsp;</p>
					<p>„Diese <strong>Diskrepanzen</strong> machen<strong> </strong>Fachkräften aus dem Ausland den Weg nach Österreich schwer bzw. <strong>verunmöglichen</strong> ihn überhaupt. Die Forderungen des Hilfswerks liegen deshalb auf der Hand: Sämtliche Schnittstellen im Aufenthalts- und Nostrifikationsverfahren sowie berufsrechtliche Anforderungen und die Kriterien für die Rot-Weiß-Rot-Card müssen dringend harmonisiert werden“, sagt Elisabeth Anselm. Die Möglichkeit, bereits während des Nostrifikationsverfahrens befristet im erlernten Berufsumfeld zu arbeiten, müsse dabei unbedingt beibehalten werden.&nbsp;Das <strong>Nostrifikationsverfahren</strong> selbst ist aus Sicht des Hilfswerks zu bürokratisch, komplex, kosten- und zeitintensiv und entspricht nicht den internationalen Standards für Verfahren zur Berufs­anerkennung. Die Regelungen schrecken nicht nur Bewerber/innen ab, sondern auch Betriebe und Träger, die Fachkräfte auf ihrem Weg nach Österreich begleiten wollen. <strong>Stefan Fritz</strong>, Geschäftsführer des <strong>Hilfswerk International</strong>, beklagt u. a. die langen Wartezeiten für Ergänzungskurse und deren hohe Kosten (400 Euro / Kurs). „Das überfordert die Bewerber/innen bei weitem, besonders bei eingeschränkten oder – im Falle von Pflegeassistent/innen – nicht vorhandenen Erwerbsmöglichkeiten“, so Fritz.</p>
					<p>„Wir brauchen dringend eine <strong>Vereinfachung, Beschleunigung und konsequente Modernisierung des Verfahrens</strong> sowie einen <strong>One-Stop-Shop</strong>, der Bewerber/innen Informationen, unterstützende Services und Begleitung anbietet. Die schwerfälligen Ergänzungskurse sind durch fachliche Unterweisung im Ausbildungsbetrieb und mit entsprechenden Ausbildungskräften zu ersetzen. Dieses System bewährt sich beispielsweise in Deutschland sehr gut. In strategisch definierten Schwerpunktländern müssen interessierten Bewerber/innen, heimischen Betrieben und Pflegeträgern Kontaktpunkte und Vor-Ort-Services zur Verfügung stehen“, schlägt Elisabeth Anselm abschließend vor.</p>
					 ]]> </content:encoded> <category>Presseaussendung</category> <category>Pflege Betreuung</category> <category>Österreich</category> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-2158</guid>
				<pubDate> Thu, 29 Sep 2022 08:43:00 +0200 </pubDate>
				<title>Nach Pflegegipfel Burgenland bleiben sehr viele Fragen offen </title>
				<link> https://www.hilfswerk.at/oesterreich/artikel-detail/news/nach-pflegegipfel-burgenland-bleiben-sehr-viele-fragen-offen/ </link>
			 <description>Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz und Volkshilfe warnen vor unausgegorenen Plänen und verlangen ernsthafte Einbindung.</description> <enclosure url="https://www.hilfswerk.at/fileadmin/storage/global/Bilder/Fotopool/Pflege-Betreuung/Mobile_Dienste/2107_2019-hauskrankenpflege-heimhilfe.jpg" length="4263355" type="image/jpeg" /> <content:encoded> <![CDATA[
					<p>Mittwoch fand in Eisenstadt auf Einladung von Landesrat Dr. Leonhard Schneemann ein Pflegegipfel statt. Dabei wurden die Pläne des Landes Burgenland zu einer völligen Umgestaltung des nicht-stationären Pflegesystems präsentiert. Betroffen von diesen großen Veränderungen sind jene rund 7.000 Menschen die derzeit zu Hause mobil gepflegt und betreut werden, und auch deren Angehörige,.&nbsp; Mangels bisher erfolgter Einbindung der gemeinnützigen Träger im Land Burgenland nehmen nun erstmals&nbsp;auch die betroffenen&nbsp;Bundes- und Dachorganisationen&nbsp;der Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt&nbsp;(BAG), bestehend aus&nbsp;Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz&nbsp;und&nbsp;Volkshilfe dazu öffentlich Stellung. &nbsp;</p>
					<p class="Flietext"><strong>Funktionierendes System wird zerschlagen</strong></p>
					<p class="Flietext">Die Pläne gefährden ein lange aufgebautes System der mobilen Pflege und Betreuung im Burgenland: „Bisher konnte den Menschen garantiert werden, dass sie sich ihre Pflegeorganisation für die mobile Pflege und Betreuung zu Hause aussuchen können. Das neue&nbsp; Modell sieht nun starre Versorgungsregionen vor, die jeweils nur von&nbsp;einer&nbsp;Organisation pro Region&nbsp;betreut werden sollen. Das bedeutet, dass unsere&nbsp;Klient:innen&nbsp;ihre Betreuungsorganisation wechseln müssten.&nbsp;Zu den&nbsp;derzeitigen&nbsp;Betreuer:innen&nbsp;wurden aber oft langjährige Beziehungen aufgebaut, die mit dem neuen System enden würden. Das ist für die Pflegebedürftigen nicht nachvollziehbar und sorgt für große Enttäuschungen“, gibt der derzeitige BAG-Vorsitzende Erich Fenninger von der Volkshilfe Österreich zu bedenken.&nbsp;</p>
					<p class="Flietext">„Das Modell bedeutet aber auch, dass Mitarbeiter:innen nach der geplanten Ausschreibung zu einem neuen Arbeitgeber wechseln müssen. Das stellt, vor allem für jene die schon viele Jahre bei einer Organisation tätig sind, eine echte Zwangssituation dar, die aktuell für viel Unruhe bei den Mitarbeiter:innen sorgt. In weiterer Folge wird das auch zu Abwanderung aus der Pflege führen, was angesichts der angespannten Personalsituation die&nbsp; Versorgungssicherheit gefährden wird“, stellt die Generalsekretärin der Caritas Österreich Anna Parr fest.&nbsp;</p>
					<p><strong>Teure Pläne, die keine&nbsp;Probleme&nbsp;lösen</strong></p>
					<p>Für die Diakonie Österreich hält Direktorin Maria Moser&nbsp;fest, „dass&nbsp;das Modell&nbsp;des Landes Burgenland&nbsp;teuer&nbsp;ist, 71&nbsp;Stützpunkte&nbsp;werden&nbsp;geplant,&nbsp;darunter viele Neubauten.&nbsp;Die geplante Stärkung von Angeboten in den Gemeinden ist wichtig und richtig. Aber Infrastruktur ohne Plan und Bedarfserhebung&nbsp; - und vor allem ohne Einbindung jener Organisationen, die das mobile Pflegesystem im Burgenland entwickelt und aktuell am Laufen halten, ist sinnlos und teuer und&nbsp;löst&nbsp;keines der durchaus bestehenden Probleme der Pflegelandschaft im Burgenland. Und das Burgenland ist das einzige Bundesland, in dem es keine soziale Staffelung der Kundenbeiträge gibt.“</p>
					<p class="Flietext">“Das angekündigte Vorgehen der Landesregierung ist nachweislich nicht die Antwort auf den Entwicklungsbedarf der burgenländischen Pflegelandschaft. Ganz im Gegenteil. Man fährt über die Bedürfnisse der pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen drüber und diskreditiert und verunglimpft die Arbeit der Pflegekräfte“, meint Elisabeth Anselm, Geschäftsführerin des Hilfswerk Österreich. „Das haben sich die Betroffenen nicht verdient“, ist Anselm überzeugt. Darüber hinaus würden Rechsexpert:innen erhebliche juristische Bedenken äußern, schließlich habe man es mit intakten Vertragsverhältnissen zu tun und es gelte der Vertrauensgrundsatz.</p>
					<p class="Flietext">„Daher appellieren die fünf großen Trägerorganisationen Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz und Volkshilfe dringend an das Land Burgenland, den Weg des Dialogs zu gehen. Das bedeutet, jene Organisationen ernsthaft in die Planungen einzubinden, die langjährige Erfahrungen gesammelt haben und über viel Know-how verfügen. Um gemeinsam an der nötigen Weiterentwicklung der Pflegelandschaft im Burgenland zu arbeiten.“, so der Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuz Michael Opriesnig.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
					 ]]> </content:encoded> <category>Presseaussendung</category> <category>Pflege Betreuung</category> <category>Österreich</category> </item> <item> <guid isPermaLink="false">news-2151</guid>
				<pubDate> Mon, 19 Sep 2022 12:06:30 +0200 </pubDate>
				<title>Pflege-Kollektivvertrag: Hilfswerk-Präsident Karas für Abschluss weit über 8 Prozent!</title>
				<link> https://www.hilfswerk.at/oesterreich/artikel-detail/news/pflege-kollektivvertrag-hilfswerk-praesident-karas-fuer-abschluss-weit-ueber-8-prozent/ </link>
			 <description>Karas plädiert anlässlich der Forderungsübergabe der Sozialpartner heute Nachmittag für eine deutliche Erhöhung der Gehälter.</description> <enclosure url="https://www.hilfswerk.at/fileadmin/user_upload/2039_2019_WEB.jpg" length="197045" type="image/jpeg" /> <content:encoded> <![CDATA[
					<p>„Angesichts der herausragenden Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflege- und Betreuungsberufen, des Personalmangels in der Branche und nicht zuletzt der massiven Belastungen in der Pandemie muss ein Abschluss her, der die für die Verhandlungen gültige Inflationsrate von etwa 7,2 Prozent weit übersteigt und daher jedenfalls <strong>deutlich über 8 Prozent</strong> zu liegen kommt“, lässt <strong>Othmar Karas, Präsident des Hilfswerk Österreich</strong>, anlässlich der heute Nachmittag stattfindenden ersten Runde der Kollektivvertragsverhandlungen im Sozialbereich aufhorchen.</p>
					<p>„Diese Berufsgruppen, oft Frauen, die das Wohlergehen von älteren und kranken Menschen verantworten, haben dieselbe Anerkennung verdient wie klassische Männerberufe, beispielsweise die Metaller“, spielt Karas auf die anlaufenden Verhandlungen in anderen Branchen an. „Die politischen Verantwortungsträger, und das sind in diesem Falle vor allem die Länder, müssen sich auf einen ordentlichen Abschluss einrichten. Es ist höchst an der Zeit, hier klare Zeichen zu setzen“, so Karas. Es gehe auch darum, die Kaufkraft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krisenzeiten zu erhalten und deren Lebensunterhalt ökonomisch angemessen abzusichern. „Wenn die Politik würdiges Altern in Österreich sicherstellen möchte, dann muss sie diesen Schritt gehen und deutliche Weichenstellungen zu Gunsten der Pflege- und Betreuungsberufe vornehmen. Das Gehalt ist nicht alles, es gibt auch noch eine Reihe anderer notwendiger Maßnahmen. Aber das Gehalt ist wichtig. Und darum brauchen wir diesen Abschluss“, schließt Karas.</p>
					 ]]> </content:encoded> <category>Presseaussendung</category> <category>Pflege Betreuung</category> <category>Österreich</category> </item> </channel> </rss> </div>